Rudolf Steiner beschreibt in seinen Schriften zur inneren Schulung einen Weg, der nicht mit außergewöhnlichen Erfahrungen beginnt.
Er beginnt im Alltag.
Mit unseren Gedanken.
Mit unseren Entscheidungen.
Mit unseren Gefühlen.
Mit der Art, wie wir Menschen und Situationen begegnen.
In diesem Kurs lernst du sechs grundlegende Übungen kennen, die Rudolf Steiner für die innere Schulung beschreibt.
Dabei geht es nicht darum, etwas glauben zu müssen.
Es geht darum, die Übungen zu verstehen, sie selbst auszuprobieren und aufmerksam zu beobachten, was dabei geschieht.
Verstehen. Verbinden. Anwenden. Selbst prüfen.
Im Mittelpunkt stehen sechs Fähigkeiten, die Schritt für Schritt geübt werden:
Gedankenkontrolle
Einen Gedanken bewusst wählen und für eine bestimmte Zeit bei ihm bleiben.
Initiative des Handelns
Eine selbstgewählte Handlung wirklich aus eigener Entscheidung ausführen.
Gleichmut
Gefühle wahrnehmen, ohne sich vollständig von ihnen beherrschen zu lassen.
Positivität
Auch im Schwierigen bewusst nach dem Aufbauenden und Wertvollen suchen, ohne Probleme zu verdrängen.
Unbefangenheit
Neuem offen begegnen, bevor vorschnelle Urteile entstehen.
Gleichgewicht und Harmonie
Die verschiedenen Fähigkeiten miteinander verbinden und in ein ausgewogenes Verhältnis bringen.
Dieser Kurs ist kein theoretischer Einführungskurs über Rudolf Steiner.
Du musst keine anthroposophischen Vorkenntnisse besitzen.
Die Übungen werden in einfacher Sprache erklärt und so aufbereitet, dass du sie unmittelbar selbst ausprobieren kannst.
Dabei geht es nicht um Leistung.
Auch nicht darum, möglichst schnell besondere Ergebnisse zu erreichen.
Wichtiger ist eine andere Frage:
Was kannst du selbst beobachten?
Ein wichtiger Grundsatz dieses Kurses ist Transparenz.
Wir möchten jederzeit sichtbar machen:
Was stammt tatsächlich von Rudolf Steiner?
Wie erklären wir seine Aussagen heute in verständlicher Sprache?
Welche Übung folgt unmittelbar seiner Quelle?
Und welche zusätzlichen Übungen oder Fragen wurden von „Pfad zur Quelle“ für diesen Kurs entwickelt?
Denn historische Quelle, heutige Erklärung und eigene Interpretation sollen nicht miteinander verschwimmen.
Unser Weg lautet deshalb:
Quelle → Klartext → Praxis → Selbstprüfung
Innere Schulung bei Rudolf Steiner – Ziel, Haltung und Übungsweise
Was bedeutet innere Schulung überhaupt?
Welche Haltung gehört dazu?
Und warum beginnt der Weg mit genauer Beobachtung?
Gedankenkontrolle – einen Gedanken bewusst führen
Die erste konkrete Übung beschäftigt sich mit der Fähigkeit, einen Gedanken bewusst zu wählen und bei ihm zu bleiben.
Initiative des Handelns – eine selbstgewählte Handlung wirklich ausführen
Was verändert sich, wenn wir nicht nur auf äußere Umstände reagieren, sondern bewusst selbst eine Handlung bestimmen?
Gleichmut – Gefühle erleben, ohne sich von ihnen beherrschen zu lassen
Gefühle sollen nicht unterdrückt werden.
Die Übung lädt dazu ein, sie bewusster wahrzunehmen und den eigenen inneren Ausschlägen nicht automatisch zu folgen.
Positivität – das Gute aufsuchen, ohne das Schwierige zu leugnen
Positivität bedeutet bei Steiner nicht einfach „positiv denken“.
Wir untersuchen, was hinter dieser Übung tatsächlich steht.
Unbefangenheit – offen aufnehmen und anschließend prüfen
Wie können wir etwas zunächst offen aufnehmen, ohne deshalb unkritisch zu werden?
Gleichgewicht und Harmonie – die Übungen miteinander verbinden
Die bisherigen Übungen stehen nicht isoliert nebeneinander.
In dieser Lektion geht es darum, sie miteinander in Beziehung zu bringen.
Übungspraxis – regelmäßig üben, beobachten und selbst prüfen
Wie kann eine einfache, realistische Übungspraxis im Alltag aussehen?
Zum Abschluss verbinden wir die einzelnen Schritte zu einem persönlichen Übungsweg.
Dieser Kurs ist für dich geeignet, wenn du
Du benötigst keine Vorkenntnisse.
Die wichtigste Grundlage dieses Kurses ist:
Rudolf Steiner – GA 245
Anweisungen für eine esoterische Schulung
Ergänzend verwenden wir unter anderem:
GA 10 – Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?
sowie ausgewählte Texte aus weiteren Bänden der Rudolf-Steiner-Gesamtausgabe, wenn sie für eine Lektion unmittelbar hilfreich sind.
Die verwendeten Quellen werden innerhalb des Kurses jeweils kenntlich gemacht.
Du musst dich für diesen Kurs nicht vorbereiten.
Du brauchst keine besondere Technik und keine spirituelle Erfahrung.
Nur etwas Zeit, Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, die Übungen nicht einfach zu übernehmen, sondern selbst zu prüfen.
Der Schulungsweg beginnt dort, wo du bemerkst, was bisher fast unbemerkt in dir geschieht.
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